Spielbericht Niendorfer TSV – USC Paloma:
Niendorf sammelt in einem furiosen Spiel wichtige Punkte im Abstiegskampf.
Am Mittwochabend stand das Nachholspiel des 18. Spieltags zwischen dem Niendorfer TSV und dem USC Paloma an. Dabei dominierten ein komplett verrückter Spielverlauf und zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten das Geschehen.
Für Niendorf, die vor dem Spiel noch ganze acht Spiele im Endspurt zu bestreiten hatten, bat sich die große Chance Boden in der Tabelle gut zu machen. Dementsprechend mutig und energisch starteten die Mannen von Ali Farhadi in das Spiel. Während Paloma mit Ball immer wieder keine Lösungen im Aufbau fand, nutze die Heimmannschaft ihre physische Präsenz und Geschwindigkeit bei Umschaltaktionen. Mit dem dritten guten Abschluss erzielte Niendorf schließlich die Führung. Maurice Lüllemann’s Distanzschuss schlägt in der 24. Minute präzise im Eck ein. Es folgten verrückte Minuten am Sachsenweg. Binnen sechs Minuten stellte Niendorf auf 3:0, auch weil Paloma’s Hintermannschaft keinen Zugriff kriegte und schlichtweg keine Zweikämpfe annahm. Niendorf-Stürmer Björn Dohrn stellt noch vor der Pause auf 4:0. Eine vermeintliche Vorentscheidung, hätte man annehmen können.
Paloma-Trainer Marius Nitsch wechselte zur Pause gleich fünf Mal. Und das sollte sich auszahlen. Die Uhlenhorster waren auf einmal griffig und nahmen den Kampf an. Es dauerte nur drei Minuten nach Wiederapfiff, bis der eingewechselte Mohamed Fane per Kopf traf. Es entwickelte sich ein bisschen das Gefühl, das für die Gäste noch was gehen könnte. Nach Foul am eingewechselten Koschorreck, entschied Schiedsrichter Kriebisch auf Elfmeter. Paloma’s Außenverteidiger Quincy Adjei verwandelte diesen in Minute 74 souverän. Niendorf schien in der zweiten Halbzeit von der Rolle und war fast ausschließlich hinten gefordert. Die große Frage war, ob man den festgeglaubten Dreier auch nach Hause fahren kann. Mit dem Kopfballtor von Lennart Keßner in der 86. Spielminute kam dann endgültig das große Zittern bei den Anhänger der Heimmannschaft. Paloma war drauf und dran ein wirklich famoses Comeback nach 0: 4 hinzulegen und warf alles nach vorne. Doch keine zwei Minuten später ist es der eingewechselte Niendorf-Spieler Enrique Stark, der mit einem feinen Solo und gutem Abschluss die Entscheidung in einem wilden Spiel bringt. Das 5:3 für Niendorf spiegelt gleichzeitig den Endstand wieder und bedeutet drei wichtige Punkte für die Mannschaft von Ali Farhadi.
Paloma’s Cheftrainer Marius Nitsch kann insbesondere mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft nicht einverstanden sein. Dennoch wichtig für ihn zu sehen, dass seine Mannschaft insbesondere nach den Einwechslungen Moral und Kampfgeist gezeigt hat. Auch zu konstatieren ist, dass sich für das Topspiel am Sonntag gegen den ETSV, einige Paloma-Spieler für einen Startplatz aufdrängen konnten.
Für Niendorf zählen am Ende die drei Punkte. Auch dank einer wirklich starken Vorstellung im ersten Durchgang geht man am Mittwochabend verdient als Sieger vom Platz. Ganze sieben Spiele in drei Wochen stehen nun für die Jungs von Ali Farhadi auf dem Programm. Am Freitag geht es bereits zum nächsten Spiel auswärts gegen Süderelbe.
