Elfmeterschießen-Krimi endet in lilaner Ekstase.
HEBC steht das erste Mal seit 1983 wieder im Finale des LOTTO Hamburg-Pokal. Im Elfmeterschießen setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Philipp Obloch mit 6:5 gegen Oberliga-Mitstreiter Paloma durch. Da in der regulären Spielzeit keine Tore fielen, fiel die Entscheidung um den Final-Einzug vom Punkt aus.
Für Paloma war es die große Möglichkeit zum dritten Mal in Folge das Endspiel im Stadion-Hoheluft zu erreichen. Dementsprechend war beiden Mannschaften insbesondere in den ersten 15 Minuten große Nervosität anzumerken. Gegen gut gestaffelte Eimsbütteler war es für Paloma schwierig konsequent ins letzte Drittel zu kommen. Viele lange Bälle waren ein Mittel, welches selten aufging. Einzig die Kopfball-Chance von Jacobs in Minute 22 ist zu nennen. Auf Seiten von HEBC war es ein Schuss von Rechtsverteidiger Grünewald in der 27. Spielminute, welcher knapp am Tor vorbeiging. Ansonsten ereigneten sich wenige Chancen in der ersten Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit setzte HEBC alles auf die Defensive und kam lediglich über einzelne Umschaltaktionen. Paloma war deutlich spielbestimmender und aktiver mit dem Ball. Dennoch waren die Uhlenhorster nicht zwingend genug und hatten Pech, dass bei diversen Abschlüssen ein HEBC-Spieler rechtzeitig blockte. So kämpfte sich HEBC in das Elfmeterschießen, da auch nach 90 Minuten mit Nachspielzeit ein 0:0 auf der Anzeigetafel stand.
HEBC fing im Elfmeterschießen an. Während die ersten fünf Schützen auf beiden Seiten keine Nerven zeigten und jeweils souverän verwandelten ging es auch im Elfmeterschießen in die Verlängerung. Es war eine kaum auszuhaltende Spannung auf dem Prof. Reinmüller Sportplatz, der Heimstätte der Lila-Weißen. HEBC’s sechster Schütze Laurel Aug nahm sich dem Druck an und verwandelte eiskalt in die Mitte. Alle Augen waren nun auf Paloma-Spieler Lennart Keßner. Der Top-Torjäger von Paloma scheitert mit seinem gut geschossenen Elfmeter am HEBC-Keeper Jannik Schoon, welcher den Ball herausragend hielt. Eine Aktion, die alle Dämme auf dem Reinmüller brach. HEBC steht damit im Finale des diesjährigen LOTTO Hamburg-Pokal.
Das Ausscheiden aus dem Pokal ist für Paloma bitter, da sich die Uhlenhorster nichts vorwerfen lassen können. Die Uhlenhorster verpassen damit die Möglichkeit auf das dritte Pokalfinale in Folge.
Für die Spieler als auch den Verein und die Verantwortlichen von HEBC ist der Einzug in das Finale ein großer Erfolg. Die Eimsbütteler ziehen damit das erste Mal seit fast 43 Jahren wieder in das Endspiel im Stadion-Hoheluft. Am 23. Mai 2026 geht es dann also gegen Vorwärts-Wacker. Bis dahin warten aber insbesondere in der Gamesright Oberliga Hamburg noch einige Aufgaben.
