In der Fichtestraße fand das letzte Viertelfinale des LOTTO-Pokals der Frauen statt. Die Regionalligistinnen aus St. Pauli wollten allen zeigen, dass sie aus gutem Grund eine Klasse höher spielen, doch den besseren Start legten die Gastgeberinnen hin.
Ein versuchter langer Ball wurde von Natalie Zadach abgeblockt, und sie eroberte den Ball an der Mittellinie. Sie erkannte richtig, dass St. Paulis Torhüterin Tara Zimmermann weit aus dem Tor hervorgekommen war und schoss aus etwa 45 Metern. Der Ball landete im Netz (5. Min). Nach einem besseren Start in das Viertelfinale hätte man nicht fragen können, doch die Freude hielt nicht lange an. St. Pauli zeigte ihre Klasse, kombinierte durch das Zentrum, und plötzlich durfte Carlotta Lilli Kuhnert frei auf das Eilbeker Tor zulaufen und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (10. Min). Es sollte noch schlimmer kommen für Eilbek, denn in der 15. Minute trat Gianna Nicoleit zum Elfmeter an, nachdem Janice Sophie Hauschild im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Sie verlud Torhüterin Charlotte Leonie Aleandra Schröder und drehte das Spiel für die Gäste. Doch auch diese Führung hielt nicht lange an, beide Mannschaften zeigten, dass sie Gegentreffer gut wegstecken konnten. In der 20. Minute brachte Lea Sophie Schlegel die Ecke auf den Kopf von Jana Spack, und sie nickte zum Ausgleich ein. Doch noch war die erste Hälfte nicht vorbei, und es gab noch einen Treffer. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde zunächst von Eilbek geklärt, doch aus dem Rückraum schloss Carlotta Lilli Kuhnert ab und traf zum 2:3-Halbzeitstand.
Eine turbulente Halbzeit mit fünf Toren und hoher Intensität. St. Pauli hatte mehr Spielkontrolle und kam zu mehr gefährlichen Aktionen, während Eilbek auf Konter setzte und ihre wenigen Chancen effizient nutzte.
In der zweiten Halbzeit spielte sich ein ähnliches Bild ab: Die Gäste waren weiterhin in Kontrolle der Partie, während die Gastgeberinnen solide in der eigenen Hälfte standen und auf Konter lauerten. Doch bei jeder Gelegenheit, einen Konter zu starten, spielten sie die Situation nicht ordentlich aus. Auch St. Pauli kam nicht mehr gefährlich vors Tor; sie hatten einige Abschlüsse aus der zweiten Reihe, doch diese stellten keine Gefahr für das Eilbeker Tor dar. In der Schlussphase wurde die Partie noch einmal hitzig und intensiver, mit vielen Fouls. Doch den Eilbekerinnen gelang es nicht mehr, einen vernünftigen Angriff zu spielen, und so ging das Spiel mit 3:2 für St. Pauli aus.
Ein leidenschaftlicher Pokalfight, den die zahlreichen Zuschauer, die stets laut ihr Team unterstützten, auch bei kalten Temperaturen erlebten. Am Ende darf St. Pauli wohl verdient ins Halbfinale einziehen und weiterhin vom Pokalsieg träumen.
