Spielbericht Nienstedten – HEBC:
Die Pokal-Überraschung für Nienstedten bleibt aus. Nach einem aufopferungsvollen Auftritt gegen HEBC verliert die Mannschaft von Robin Graupner am Ende mit 0:1. Dabei sorgte ausgerechnet ein ehemaliger Nienstedten-Akteur für das entscheidende Tor.
In den ersten Minuten war es das erwartete Bild: Während die Gäste aus Eimsbüttel früh Druck ausübten, witterte die Heimmannschaft insbesondere ihre Chance auf schnelle Umschaltsituationen und Konter. In der 14. Minute kam der HEBC zur ersten großen Chance. Von Zitzewitz bringt den Ball von rechts rein, wo sowohl der Abschluss von Verago als auch der von Schick auf der Linie geklärt werden. Grundsätzlich war es auch die gut gestaffelte Hintermannschaft von Nienstedten, welche HEBC bis zum Pausenpfiff in Schach hielt. Mit dem 0:0 ging es schließlich auch in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich die Heimmannschaft leicht unkonzentriert, die Eimsbütteler ließen weiter den Ball laufen. Offensiv ging bis dato wenig für die Mannschaft von Robin Graupner, welche sich primär auf das Verteidigen konzentrierte. Mit der Kopfballchance und dem Pfostentreffer von HEBC-Stürmer Verago wurde der Druck zunehmend größer. Allerdings tickte die Uhr gegen die Gäste, allzu lange war nicht mehr zu spielen. In der 83. Minute dann der große Aufreger: Nawaz schlägt eine Flanke in den 16er, bei der sich Verago clever vor Keeper Rathje positioniert. Der Keeper kann den Ball nicht fangen, lediglich nach vorne abprallen, wo Verago nicht lange zögert und ins leere Tor einschweißt. Der ehemalige Nienstedtener trifft an alter Wirkungsstätte zum 1:0 für HEBC. Schiedsrichter Voß gibt den Treffer, zum großen Unmut der zahlreichen Fans vor Ort. Mit der Einwechslung von Michele Scalzi ergaben sich nach dem Treffer weitere große Kontergelegenheiten für den HEB. Doch Nienstedten-Keeper Kevin Rathje hielt seine Mannschaft mit weiteren starken Paraden im Spiel. Bis zum Abpfiff bemühte sich das Heimteam um den Ausgleich, konnte die wenigen Chancen jedoch nicht in Zählbares ummünzen.
Dennoch kann man in Nienstedten stolz auf die Pokalleistung in diesem Jahr sein. Auch wenn am Ende nicht der nächste Oberligist bezwungen wurde, hat man über weite Strecken gut gegengehalten. Der HEBC belohnt sich für einen guten Pokalauftritt und kommt dem möglichen Pokalfinale immer näher. Nun steht man im Halbfinale und damit unter den letzten 4 Teams im diesjährigen Lotto Hamburg-Pokal.
