Highlights

Highlights USC Paloma – HT 16

Spielbericht: USC Paloma – HT 16

Sonntagmorgen (10:45 Uhr) an der Brucknerstraße. HT 16 beschert dem Gastgeber USC Paloma die zweite Heimniederlage der Saison. Seit dem ersten Spieltag gegen Niendorf hat der USC zu Hause nicht mehr verloren. Platz 5 gegen Platz 6 der Oberliga. Beide Mannschaften trennten vor dem Spiel drei Punkte.

Das Spiel versprach sehr viel und bot in der ersten Halbzeit sehr wenig. Beide Teams agierten mit Vorsicht und trauten sich nicht, die gut stehenden Mittelfeldblöcke zu bespielen. Dadurch kam es immer wieder zu langen Bällen, die im Nichts landeten. Auch, weil die Mittelfeldspieler nicht entgegenkamen und somit keine Räume zum Kombinieren schafften.

In der zweiten Halbzeit wurde es deutlich besser. Die Trainer nahmen Wechsel und taktische Änderungen vor. Unter anderem kam Jeffrey Adu bei HT 16 – merkt euch den Namen. Beide Mannschaften spielten offensiver und risikoreicher, um am Ende den Dreier mitzunehmen.

Der USC Paloma hatte in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen und kam immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste. Dann kam aber die 75. Spielminute. Der zur Halbzeit eingewechselte Jeffrey Adu bekommt von Rouven Treu den Ball, dribbelt in den Sechzehner und schließt flach ins kurze Eck ab. Der 20-Jährige trifft zum ersten Mal in der Gamesright Oberliga – und dann in so einem wichtigen Spiel.

HT 16 zieht damit punktetechnisch gleich, ist aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses immer noch hinter dem USC Paloma.

 

Highlights Victoria – Nikola Tesla

Spielbericht: Später Ausgleich – Victoria und Nikola Tesla trennen sich 2:2

In einer abwechslungsreichen Partie trennten sich Victoria und Nikola Tesla mit einem 2:2-Unentschieden. Besonders in der Schlussphase wurde es noch einmal dramatisch, als Tesla in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielen konnte.

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Mannschaften zunächst vorsichtig ab. Viele Aktionen spielten sich im Mittelfeld ab, ohne dass eine Mannschaft früh klare Chancen herausspielen konnte. Der erste entscheidende Moment entstand schließlich in der 16. Minute durch einen gravierenden Fehler von Victoria-Torwart Heinbockel. Sein Fehlpass landete direkt in den Füßen von Asante, der die Gelegenheit eiskalt nutzte und Nikola Tesla mit 1:0 in Führung brachte.

Victoria ließ sich vom frühen Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und übernahm in der Folge zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Die Gastgeber drängten auf den Ausgleich und wurden in der 32. Minute belohnt. Nach einem Freistoß von Pötzinger stand Kapitän Jungjohann im Strafraum goldrichtig und verwandelte zum verdienten 1:1-Ausgleich. Mit diesem Spielstand ging es wenig später auch in die Halbzeitpause.

Direkt nach Wiederbeginn schlug Victoria erneut zu. In der 47. Minute brachte Palzer eine präzise Flanke in den Strafraum, wo Bensch perfekt eingelaufen war und den Ball per Kopf zur 2:1-Führung für Victoria im Tor unterbrachte.

In der Folge bestimmte Victoria über weite Strecken der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen. Nikola Tesla hatte zunächst Schwierigkeiten, wieder Zugriff auf die Partie zu bekommen, während Victoria versuchte, die Führung auszubauen.

Erst in den letzten 15 Minuten wurde Tesla wieder deutlich aktiver und erhöhte den Druck auf die Defensive der Gastgeber. In der Nachspielzeit kam es schließlich zur entscheidenden Szene: Eine eigentlich ungefährliche Flanke landete in den Händen von Heinbockel, doch dem Torwart unterlief ein folgenschwerer Fehler, wodurch der Ball vor die Füße von Brobbey fiel. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und traf in der 90.+3 Minute zum 2:2-Ausgleich.

LOTTO Hamburg-Pokal Viertelfinale der Herren ETSV – Eintracht Norderstedt

Spielbericht: ETSV – Eintracht Norderstedt

Viertelfinale des Lotto-Hamburg-Pokals beim ETSV: Mittwochabend, strömender Regen und Sturm. Das machte weder den Zuschauern noch den Teams an diesem Pokalabend etwas aus. Die torreichste Mannschaft der Oberliga empfing das Kellerkind aus der Regionalliga aus Norderstedt. Das Spiel hielt, was es versprach: Beide Teams zeigten tollen Offensivfußball. Es war eine Partie, die hin und her ging, bis Eintracht Norderstedt in der 20. Minute durch Melvin Zimmer in Führung ging.

Der ETSV musste antworten und war bemüht, so schnell wie möglich den Ausgleich zu erzielen. Dieser ließ allerdings bis zur 37. Minute auf sich warten. Erolind Krasniqi, der Top-Torjäger der Oberliga, hatte auf der linken Seite einmal zu viel Platz und schweißte den Ball in den rechten Winkel. Zur Halbzeit stand es somit 1:1.

Die zweite Halbzeit startete ähnlich wie die erste – es ging weiterhin hin und her. Norderstedt hatte insgesamt die größeren Chancen und hätte eigentlich in Führung gehen müssen. Der ETSV blieb jedoch gefährlich und kam immer wieder zu Abschlüssen über Krasniqi, Jahraus und Akyol. In der 82. Minute war es dann soweit: Jahraus fand Krasniqi, und dieser schoss den Ball eiskalt ins Tor. 2:1 für den ETSV. Krasniqi zog sein Trikot aus, die Zuschauer rasteten aus und alle Mitspieler versammelten sich um ihn.

Der ETSV brachte diese Führung trotz einer letzten Druckphase über die Zeit und zog somit ins Halbfinale des Lotto-Hamburg-Pokals ein. Dort treffen sie nun auf HEBC, Paloma oder Vorwärts-Wacker/Victoria (das Spiel muss wiederholt werden). Dem Team von Trainer Jan-Philipp Rose dürfte es allerdings völlig egal gewesen sein, wer in der nächsten Runde auf sie wartete – wer Norderstedt schlägt, kann jeden schlagen.

Highlights LOTTO Hamburg-Pokal Viertelfinale der Herren SC Nienstedten – HEBC

Spielbericht Nienstedten – HEBC:

Die Pokal-Überraschung für Nienstedten bleibt aus. Nach einem aufopferungsvollen Auftritt gegen HEBC verliert die Mannschaft von Robin Graupner am Ende mit 0:1. Dabei sorgte ausgerechnet ein ehemaliger Nienstedten-Akteur für das entscheidende Tor.

In den ersten Minuten war es das erwartete Bild: Während die Gäste aus Eimsbüttel früh Druck ausübten, witterte die Heimmannschaft insbesondere ihre Chance auf schnelle Umschaltsituationen und Konter. In der 14. Minute kam der HEBC zur ersten großen Chance. Von Zitzewitz bringt den Ball von rechts rein, wo sowohl der Abschluss von Verago als auch der von Schick auf der Linie geklärt werden. Grundsätzlich war es auch die gut gestaffelte Hintermannschaft von Nienstedten, welche HEBC bis zum Pausenpfiff in Schach hielt. Mit dem 0:0 ging es schließlich auch in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich die Heimmannschaft leicht unkonzentriert, die Eimsbütteler ließen weiter den Ball laufen. Offensiv ging bis dato wenig für die Mannschaft von Robin Graupner, welche sich primär auf das Verteidigen konzentrierte. Mit der Kopfballchance und dem Pfostentreffer von HEBC-Stürmer Verago wurde der Druck zunehmend größer. Allerdings tickte die Uhr gegen die Gäste, allzu lange war nicht mehr zu spielen. In der 83. Minute dann der große Aufreger: Nawaz schlägt eine Flanke in den 16er, bei der sich Verago clever vor Keeper Rathje positioniert. Der Keeper kann den Ball nicht fangen, lediglich nach vorne abprallen, wo Verago nicht lange zögert und ins leere Tor einschweißt. Der ehemalige Nienstedtener trifft an alter Wirkungsstätte zum 1:0 für HEBC. Schiedsrichter Voß gibt den Treffer, zum großen Unmut der zahlreichen Fans vor Ort. Mit der Einwechslung von Michele Scalzi ergaben sich nach dem Treffer weitere große Kontergelegenheiten für den HEB. Doch Nienstedten-Keeper Kevin Rathje hielt seine Mannschaft mit weiteren starken Paraden im Spiel. Bis zum Abpfiff bemühte sich das Heimteam um den Ausgleich, konnte die wenigen Chancen jedoch nicht in Zählbares ummünzen.

Dennoch kann man in Nienstedten stolz auf die Pokalleistung in diesem Jahr sein. Auch wenn am Ende nicht der nächste Oberligist bezwungen wurde, hat man über weite Strecken gut gegengehalten. Der HEBC belohnt sich für einen guten Pokalauftritt und kommt dem möglichen Pokalfinale immer näher. Nun steht man im Halbfinale und damit unter den letzten 4 Teams im diesjährigen Lotto Hamburg-Pokal.

Highlights ETV – Teutonia 05

Spielbericht ETV – Teutonia 05:

Freitagabend am Sportzentrum Hoheluft. Der ETV empfing Teutonia 05 Ottensen am 26. Spieltag der Gamesright Oberliga Hamburg. Der ETV war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Teutonia stellte sich hinten rein und lauerte auf Kontersituationen. Der ETV erspielte sich trotzdem einige Großchancen, die allesamt von Torhüter Phil Kolvenbach pariert wurden. Er war der Grund, warum der ETV bis zur zweiten Halbzeit auf die verdiente Führung warten musste. In der 57. Minute war es dann soweit. Nach einer überragenden Aktion von Jasper Hölscher im Zusammenspiel mit Jon Pauli bringt Hölscher eine scharfe Flanke, die Torhüter Kolvenbach nur nach vorne parieren kann. Dort läuft der Kapitän der Eimsbütteler, Bamo Karim, ein und erzielt das 1:0. Karim erzielte damit seinen neunten Saisontreffer und bescherte seinem Team die nächsten drei Punkte, welche für den Moment die Tabellenführung bedeuten. Allerdings nur für den Moment: Mit 50 Punkten hat man nur einen Punkt mehr als der ETSV, der allerdings drei Spiele weniger absolviert hat.

Highlights TuS Dassendorf – Buchholz 08

Spielbericht TuS Dassendorf – Buchholz 08:

Am Samstagmittag war es soweit: Max Kruse gibt sein Debüt in der Gamesright Oberliga Hamburg. Heimspiel in Dassendorf, 15 Grad, Sonne – und sämtliche Reporter und Zuschauer sind vor Ort. Der Hauptgrund: Max Kruse.

Aber bevor er in der 56. Minute auf den Platz kommt, sorgt ein anderer für Furore. Martin Harnik schnürt binnen 25 Minuten einen Dreierpack. Der Ex-Profi hatte in dieser Saison mit Verletzungen zu kämpfen, doch am Samstag hat alles gehalten. Nur der Torhüter von Buchholz 08 hatte wenig zu halten – weil alles hinter ihm einschlug.

25 Minuten sind gespielt, 4:0 für Dassendorf. Dreimal Harnik, und das Spiel für die Buchholzer war praktisch gelaufen. Die gewinnen jedoch die zweite Halbzeit mit 1:0, weil Dassendorf ein paar Gänge runterschaltet und die Aufmerksamkeit woanders liegt: bei Max Kruse.

Bejubelt von den Dassendorfer Fans ist er angekommen in der Gamesright Oberliga Hamburg. „Für mich war es gut, mal wieder reinzukommen, 30 Minuten auf Oberliga-Niveau auf dem Platz zu stehen“, so Max Kruse.

Dassendorf gewinnt am Ende mit 4:1. Kruse und Harnik dürfen noch eine Menge Interviews geben und anschließend den Sieg ihrer Mannschaft feiern. Mit diesem Erfolg ist Dassendorf auch wieder dran an der Tabellenspitze: drei Punkte weniger als der vermeintliche Tabellenführer ETSV – allerdings mit einem Spiel mehr. Vier Punkte sind es auf Tabellenführer ETV, die allerdings drei Spiele mehr absolviert haben als der ETSV.

Highlights HEBC – FC Türkiye

Spielbericht HEBC- FC Türkiye:

Der versprochene Abstiegskracher entwickelte sich am Sonntag auf dem Reinmüller Sportplatz zu einem wahren Torchancenfestival. Eine rote Karte und ein Eigentor sorgten schließlich für den Turnaround.

Die Vorzeichen waren klar: Verlieren war für beide Mannschaften verboten. Insbesondere für die Gäste aus Wilhelmsburg bot das Spiel gegen HEBC die große Möglichkeit, im Abstiegskampf nochmal anzugreifen.

In den ersten Minuten war Türkiye die Nervosität deutlich anzumerken. Mehrere Fehlpässe und Unkonzentriertheiten bestimmten das Spiel der Gäste, während der HEBC früh auf die Führung drängte. Einzig die Chancenverwertung war der Mannschaft von Philipp Obloch vorzuwerfen – ein Problem, das bereits mehrfach in dieser Saison Thema war. Insbesondere die Chance von Bastian Stech vor leerem Tor in der 11. Minute ist dabei zu erwähnen.

Mit der zweiten Aktion vor dem gegnerischen Tor war es Türkiye-Spieler Abdalla Mountari, welcher in der 28. Minute vor dem Tor von HEBC-Keeper Schoon eiskalt blieb und für den großen Schock der Eimsbütteler sorgte. Der Aufwand und die Moral von HEBC stimmte, einzig das Tore schießen geling in Halbzeit eins nicht mehr.

Der HEBC zeigte sich unverändert motiviert den Spielstand zu drehen, kam auch mit dem Eigentor von Türkiye-Spieler Hyodo Yushin in der 58. Minute zum verdienten Ausgleich. Anschließend kam es noch dicker für die Gäste: Nach Fehlpass von Keeper Mihailovic wird Schick bedient und im Strafraum von hinten von Sarikaya gestört. Schiedsrichter Schwarze zeigte auf den Punkt und gab folgerichtig die rote Karte. Der eingewechselte HEBC-Stürmer Gian Luca Verago verwandelt sicher und sorgt mit seinem 5. Saisontreffer für die Führung.

Die Heimmannschaft agierte selbst nach Führung und Überzahl stets aktiv und hatte jetzt Lust auf mehr. Nach einem sauberen Steckpass hinter die Kette von Türkiye, bedient Laurel Aug den mitgelaufenen Bastian Stech, welcher sich für seinen unermüdlichen Einsatz an diesem Vormittag belohnte. Gleichzeitig sorgte der Treffer in Minute 76 für den 3:1-Endstand.

Für HEBC ist der Sieg mit Blick auf die Tabelle ein wichtiger Erfolg. In der Tabelle klettert man von Platz 15 auf 13 hoch und sammelt so wertvolle Punkte im Kampf um die Klasse. Am Dienstagabend geht es direkt weiter, dann treffen die Mannen von Chef-Trainer Philipp Obloch im Lotto Pokal Viertelfinale auf den Landesligisten Nienstedten.

Für den FC Türkiye geht es nach dem Spieltag weiter in Richtung Abstieg. Trotz Einsatzbereitschaft und Bemühung konnte man auch gegen den HEBC nichts Zählbares mitnehmen. Die kommenden Aufgaben werden dabei nicht unbedingt einfacher. Am Sonntag empfängt die Mannschaft von Tolga Odabas die TuS Dassendorf.

Highlights LOTTO Pokal-Hamburg Achtelfinale der Frauen SC Condor – ETV 2. Frauen

Spielbericht Condor – ETV:

Der SC Condor steht im Viertelfinale des Lottopokals der Frauen. Im Achtelfinale setzte sich das Team mit 3:1 gegen die zweite Mannschaft des ETV durch – und revanchierte sich damit für die bislang einzige Saisonniederlage.

Ausgerechnet am ersten Spieltag der Frauen-Oberliga hatte Condor gegen ETV II verloren. Nun folgte im bislang wichtigsten Spiel der Saison die Revanche. Von Beginn an präsentierte sich Condor hochkonzentriert und erwischte einen Traumstart in die Partie.

Bereits früh gingen die Gastgeberinnen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Jolie Buerschaper mit 1:0 in Führung. Condor blieb weiter am Drücker, setzte den Gegner mit konsequentem Pressing und hoher Intensität unter Druck – und wurde belohnt. Michele Mercedes Scholz erhöhte zunächst auf 2:0 und legte wenig später mit ihrem zweiten Treffer zum 3:0 nach. Nach 34 Minuten schien die Begegnung beim Stand von 3:0 bereits entschieden.

Doch ETV II gab nicht auf. Nach der Halbzeitpause kamen die Gäste besser aus der Kabine, agierten mutiger im Passspiel und erspielten sich mehrere gute Torchancen. Der Anschlusstreffer durch Lucija Maria Ralfs zum 3:1 brachte noch einmal Spannung in die Partie.

Zweimal rettete zudem das Aluminium für Condor und verhinderte, dass ETV II weiteren Druck aufbauen konnte. Trotz der engagierten zweiten Halbzeit der Gäste geriet der Sieg der Gastgeberinnen jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Am Ende steht ein verdienter 3:1-Erfolg für den SC Condor, die damit ins Viertelfinale des Lottopokals einziehen.

Highlights ETV – ETSV

Spielbericht: ETV – ETSV

Das Topspiel am Dienstagabend zwischen dem ETV und dem ETSV hielt genau das, worauf sich die Zuschauer gefreut haben. Ein offener Schlagabtausch am Sportzentrum Hoheluft, welcher letztendlich keinen Sieger hervorbrachte.

Der ETV agierte zu Beginn sehr mutig und hochkonzentriert. Immer wieder machte es die kompakte Staffelung der Mannen von Can-Timo Schultz dem Tabellenführer schwer, richtig ins Spiel zu finden. In Minute 15 zeigt der Schiedsrichter Kopmann nach Foul von ETSV-Spieler Appiah im Strafraum auf den Punkt. ETV-Kapitän Bamo Karim nahm sich der Sache an, sein zu unplatzierter Elfmeter landet jedoch genau in den Armen von Keeper Tom Müller.

Auch danach blieb der ETV dran und kam schließlich in der 32. Minute durch einen starken Kopfball von Stürmer Max Mbodje zur ersehnten Führung. Der ETSV hingegen konnte auch danach nicht wirklich Druck erzeugen, bekam dann aber durch ein Foul von Marxen an Jahraus ebenfalls die Möglichkeit vom Punkt. ETSV-Juwel Krasniqi nutzte das im Gegenzug zu Karim eiskalt aus und erzielte damit Saisontreffer Nummer 29. Mit einem für den ETSV schmeichelnden 1:1 ging es somit in die Pause.

Mit Beginn der 2. Halbzeit zeigte der Tabellenführer einmal mehr seine Klasse. Nach einer starken Kombination von Lopes und Tömürcü, ist es Akyol, welcher den Ball gefährlich in den 5-Meterraum bringt. ETV-Keeper Fofana kann den Versuch nur nach vorne abwehren, wo niemand geringeres als Erolind Krasniqi mit überlegter Coolness noch einmal den Ball kontrolliert und den Ball anschließend sicher ins halbverwaiste Tor unterbringt. Der Doppelpack für den Mann, der im Sommer von Süderelbe kam. Das Spiel war nun ein offener Schlagabtausch, auch geprägt von vielen Standardsituationen. In der 64. Minute klärt ETSV-Verteidiger Siemsen eine Ecke von Jon Pauli unglücklich genau vor die Füße des freistehenden Marxen. Dieser hat viel Zeit, entscheidet sich dennoch für die Direktabnahme und trifft per Volley absolut sehenswert ins Tor. Das Spiel bietet nun mehr Räume für beide Mannschaften, jedoch fehlt es beiden im letzten Drittel an Präzision.

Zusätzliche Wechsel auf beiden Seiten sollen nochmal neue Dynamik bringen. Letztendlich gibt es mit dem Pfostentreffer von Akyol und einer Riesenchance von Mbodje noch auf beiden Seiten die Möglichkeit zum Lucky Punch. Am Ende steht ein Duell auf Augenhöhe, welches keinen Sieger hervorbringt.

Für den ETSV ist das Spiel nach der Absage am Freitag das erste Pflichtspiel seit Langem. Dementsprechend kann Chef-Trainer Jan-Philipp Rose mit dem Punkt gut leben, da auch die Tabellenführung bleibt. Am Freitag trifft die Mannschaft aus Bergedorf dann auf den FC Süderelbe, bevor am nächsten Mittwoch der Pokal-Kracher gegen Eintracht Norderstedt steigt.

Der ETV belohnt sich für einen couragierten Auftritt am Ende mit einem Punkt. Über weite Teile des Spiels zeigten die Mannen von Can-Timo Schultz eine sehr ordentliche Leistung, bei der sie sich höchstens vorwerfen müssen, nicht gewonnen zu haben. Nach dem zweiten Unentschieden seit dem Re-Start gibt es am Freitagabend im nächsten Heimspiel die erneute Chance auf drei Punkte.

Highlights SC Victoria – TSV Sasel

Spielbericht: SC Victoria – TSV Sasel 2:2

Zum Auftakt des Re-Starts der Oberliga Hamburg empfing der SC Victoria Hamburg am Freitagabend unter Flutlicht im Stadion Hoheluft den TSV Sasel. Mit einem Last-Minute-Kracher setzte Victoria den spektakulären Schlusspunkt einer schwer einzuordnenden Partie.

Beiden Teams war die kurze Vorbereitungszeit deutlich anzumerken. Sasel verteidigte mutig in enger Manndeckung, während Victoria immer wieder versuchte, spielerische Lösungen zu finden. Doch auf beiden Seiten schlichen sich zu Beginn zahlreiche Ungenauigkeiten ein, die den Spielfluss hemmten. Den ersten Wirkungstreffer landeten die Gäste: Nach Vorarbeit von Gerken traf Nick Peters in der 24. Minute zur Führung für den TSV. Kurz vor der Pause bot sich Sasel sogar die große Chance auf das 2:0, nachdem Victoria im Spielaufbau den Ball verlor. Doch die vergebene Gelegenheit sollte sich rächen.Nahezu mit dem Halbzeitpfiff schlug Victoria zurück: Erichsen fand mit einer butterweichen Flanke Luis Gleich, der per Kopf zum 1:1-Ausgleich vollendete.

Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange bis zum nächsten Treffer. Keine zwei Minuten waren gespielt, da nahm Selim Ajkic eine Ablage von Kourkis aus über 20 Metern direkt und traf sehenswert per Volley zur erneuten Saseler Führung.In der Folge tat sich die Mannschaft von Sascha Bernhardt weiterhin schwer, zu ihrem gewohnten Spiel zu finden. Viele Ballverluste und Ungenauigkeiten prägten die zweite Halbzeit. Lange deutete alles auf einen Auswärtssieg der Gäste hin.

Doch mit der letzten Aktion des Spiels kam Victoria noch einmal nach vorne – ein langer Einwurf sorgte für Unruhe im Strafraum. Dann folgte die Szene des Abends: Der eingewechselte Yago Heider setzte im Getümmel zum Fallrückzieher an und beförderte den Ball spektakulär ins Netz. Ekstase im Stadion Hoheluft – und ein dramatischer Schlusspunkt.

Für den TSV Sasel ist das Ergebnis gegen den Tabellenvierten Victoria sicher ein Gutes. Aufgrund zweier später Tore kann sich die Mannschaft von Trainer Ramelow nur den Vorwurf machen, hier nicht mehr als einen Punkt mitgenommen zu haben, machen.

Victoria hingegen merkte man die lange Unterbrechung des Spielbetriebs an. Spielerisch besteht für den weiteren Saisonverlauf noch Steigerungspotenzial, doch Moral und Comeback-Qualitäten stimmten an diesem Abend.